Wirtschaft

09 May 2026

12

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Firma verkaufen oder übergeben: Wie Steuern, Bewertung und Due Diligence zusammenspielen

Unternehmensverkauf oder Übergabe? Wer Steuern, Bewertung und Due Diligence früh zusammendenkt, schützt Kaufpreis, Zukunft und Lebenswerk. Worauf es 2026 wirklich ankommt.

Unternehmensübergabe mit Handschlag vor einem Firmengebäude als Symbol für Verkauf, Bewertung und Due Diligence durch schoetz-partner.

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Häufige Fragen zum Firmenverkauf und zur Unternehmensnachfolge

Die wichtigsten Fragen, die rund um Verkauf, Übergabe und Nachfolge häufig gestellt werden – kompakt und praxisnah beantwortet.

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Idealerweise drei bis fünf Jahre vor dem geplanten Verkauf. Diese Zeitspanne ist nicht zufällig gewählt: Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten wie der Freibetrag nach § 16 EStG, die Tarifermäßigung nach § 34 EStG oder eine sinnvolle Nachfolgestruktur setzen bestimmte persönliche, betriebliche und zeitliche Voraussetzungen voraus.

Auch die Bereinigung der Bilanz, der Aufbau einer zweiten Führungsebene und eine belastbare Unternehmensbewertung nach IDW S 1 brauchen Zeit. Wer erst beim ersten Kaufangebot mit der Vorbereitung beginnt, verschenkt oft einen erheblichen Teil des erzielbaren Kaufpreises.

Beim Share Deal werden Anteile an der Gesellschaft verkauft. Das Unternehmen bleibt rechtlich identisch; nur der Eigentümerkreis wechselt. Verträge, Genehmigungen, Beschäftigungsverhältnisse und Verbindlichkeiten laufen grundsätzlich weiter. Das macht die Abwicklung oft einfacher, bedeutet für die Kaufseite aber auch: Altlasten bleiben im Unternehmen.

Beim Asset Deal werden dagegen gezielt einzelne Wirtschaftsgüter übertragen, etwa Maschinen, Vorräte, Marken, Kundenstamm, Immobilien oder bestimmte Verträge. Das erlaubt der Kaufseite, Risiken bewusster auszusparen. Dafür ist der Aufwand höher, weil viele Verträge einzeln übertragen werden müssen. Steuerlich ist der Share Deal aus Verkaufssicht häufig attraktiver, während der Asset Deal aus Kaufsicht oft mehr Kontrolle über einzelne Risiken bietet.

Das hängt vor allem von Rechtsform, Verkaufsseite und Transaktionsstruktur ab. Wird ein Einzelunternehmen oder ein Mitunternehmeranteil verkauft, sind insbesondere § 16 EStG und mögliche Tarifbegünstigungen nach § 34 EStG zu prüfen.

Beim Verkauf von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft durch natürliche Personen kann § 17 EStG relevant werden, wenn innerhalb der letzten fünf Jahre eine Beteiligung von mindestens einem Prozent bestand. Verkauft dagegen eine Kapitalgesellschaft Anteile an einer anderen Kapitalgesellschaft, ist § 8b KStG maßgeblich; der Veräußerungsgewinn ist dann im Ergebnis regelmäßig zu rund 95 Prozent steuerfrei.

Zusätzlich können je nach Struktur Gewerbesteuer, Grunderwerbsteuer sowie Erbschaft- oder Schenkungsteuer eine Rolle spielen.

Eine vollständige Due Diligence umfasst in der Regel vier Bereiche: Die Legal Due Diligence prüft Gesellschaftsrecht, Verträge, Genehmigungen, laufende Rechtsstreitigkeiten und Compliance. Die Financial Due Diligence analysiert Jahresabschlüsse, Planrechnungen, Working Capital und Sondereffekte.

Die Tax Due Diligence durchleuchtet Steuerbescheide, Außenprüfungen, latente Risiken, Verlustvorträge und mögliche Effekte aus § 8c KStG. Die Commercial Due Diligence betrachtet Markt, Wettbewerb, Kundenstruktur, Geschäftsmodell und Zukunftsfähigkeit.

Identifizierte Risiken fließen entweder in den Kaufpreis ein oder werden über Garantien und Freistellungen im Vertrag abgesichert.

Schoetz & Partner begleitet Unternehmensverkäufe und Nachfolgen in allen Phasen – von der ersten strategischen Überlegung bis zur Schlüsselübergabe. Die Stärke liegt in der interdisziplinären Aufstellung: Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung greifen eng ineinander; rechtliche Strukturfragen werden frühzeitig mitgedacht und bei Bedarf mit spezialisierter Rechtsberatung abgestimmt.

Konkret unterstützt Schoetz & Partner bei der steuerlichen Ausgangsanalyse, der Unternehmensbewertung nach IDW S 1, der Durchführung einer Vendor Due Diligence, der passenden Transaktionsstruktur sowie bei der Abstimmung steuerlicher und wirtschaftlicher Aspekte im Kaufvertrag.

Die Standorte in Göppingen und Dresden bringen zusätzlich regionale Marktkenntnis ein – ein praktischer Vorteil in Phasen, in denen Vertrauen, kurze Wege und Erfahrung zählen.

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